Bin auf das hochinteressante Projekt Tamera gestossen.

Wenn wir Frieden auf der Erde wollen, müssen wir eine Vorstellung davon gewinnen, was Frieden ist. Wie könnte eine Welt aussehen, in der alle Menschen satt werden, in der Flüsse wieder frei mäandrieren können und klares Wasser mit sich führen, in der Kinder den Erwachsenen wieder vertrauen und Konflikte nicht mehr mit Gewalt unterdrückt, sondern mit Intelligenz und Anteilnahme gelöst werden. Vor über 30 Jahren hatte ein Team von Pionieren um den Psychoanalytiker Dr. Dieter Duhm, die Theologin Sabine Lichtenfels und den Physiker Charly Rainer Ehrenpreis die Idee, eine solche Vorstellung im Modell zu entwickeln, so anschaulich, so konkret und überzeugend wie möglich. Es entstand daraus das Friedensforschungsprojekt Tamera im Alentejo in Portugal mit seinem internationalen Netzwerk. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in den Stand der Arbeit von Tamera anhand dreier zentraler Bereiche, der Permakultur und Wasserlandschaft, der Solartechnologie und der Internationalen Friedensausbildung.Das „Solar Power Village“, von dem Erfinder Jürgen Kleinwächter und seinem Team seit Jahrzehnten entwickelt, vereinigt in einer Symbiose Pflanzenwachstum und solare Energiegewinnung und ist grundsätzlich so konzipiert, dass es fast vollständig in den Anwenderländern hergestellt werden kann. Damit dieser und andere positive Entwicklungen hin zu den ausgeglichenen Energie- und Stoffkreisläufen der Solargesellschaft voll zum Tragen kommen kann, ist nicht nur die Technik wichtig, sondern auch die soziale und kulturelle Integration der Nutzer und Bewohner. Wir brauchen ein modernes „Zurück zur Natur“, welches nicht mehr den weltfremden Beigeschmack des Rousseau schen Traumes beinhaltet, da es auf der heute real umsetzbaren, sanften technologischen Nutzung der Sonnenkraft basiert.
In Tamera, im Alentejo des südlichen Portugals gelegen, ist in den letzten Jahren das Modell eines globalen Friedensdorfes entstanden, das ideale Voraussetzungen zum Aufbau eines „Solar Power Village“ bietet.
Einerseits haben die etwa 200 Bewohner um die Gründer Dieter Duhm, Sabine Lichtenfels und Rainer Ehrenpreis eine menschliche Gemeinschaft aufgebaut. Als Keimzelle eines friedlichen, kreativen und ökologischen Netzwerkes entstand hier eine starke, integrative Kraft zum Aufbau heute dringender denn je benötigter, internationaler, von der Basis ausgehender Friedenssiedlungen. Andererseits kann das „Modell Tamera“ erst dann voll zur Wirkung kommen, wenn die Energie- und Lebensmittelversorgung autark erfolgen kann.
Unter den Bewohnern gibt es Ingenieure, Architekten, Biologen, Ärzte, Lehmbauer, Permakultur-Spezialisten und ausgezeichnete Handwerker. In den verschiedenen Ausbildungsplattformen von Tamera versammeln sich begeisterungsfähige, engagierte und talentierte Jugendliche und junge Erwachsene. | — via amazon.at

Bildquelle: living-gaia.org