Ich hatte ja inständig gehofft, dass der Garten verschont bleibt, aber jetzt sind sie da: Die Schnecken. An sich ist der Garten recht isoliert, aber u.a. durch das Mulchen steigen ja die Chancen, dass die Spanische Wegschnecke ihren Weg zu den Pflanzen findet.

Das gemeinste am Anfang war, dass man sie bei schönen Wetter gar nicht so wahrnimmt, weil sie nachtaktiv sind. Nur der eine oder andere Setzling ist am Morgen plötzlich verschwunden.

In der Permakultur heisst es, es gibt keine Probleme, kein Unkraut, keine Schädlinge. Es bedeutet „nur“, dass in Bezug auf den Nutzen des Gartens für den Menschen etwas aus dem Gleichgewicht ist. Und das ist es auch. (Vermutlich) Mit dem Mulchmaterial wurden die Schnecken an einen Ort gebracht, in dem zunächst noch nichts gewachsen ist. Dann kamen die Setzlinge: Tomaten, Kräuter, Salat und so weiter. Was sollen die Schnecken denn sonst fressen, wenn sie schon da sind?

Im Moment werden die Schnecken eher noch als „Problem“ und nicht als Teil des Systems behandelt. Pflanzen mit Kaffee besprühen, die berüchtigten Biertassen sind im Einsatz, Sägemehl und ungelöschter Kalk kommt eventuell noch. Man wird sehen, wie sich das entwickelt.

Was gibt es für Alternativen? Nur eine Vermutung: Wenn der Garten insgesamt „lebendiger“ wäre (Lebendmulch zum Beispiel), wären im Moment die Setzlinge nicht die einzige Nahrung für die Schnecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausgerechnet auf den jungen Basilikum oder die Tomaten gehen, wäre eventuell geringer. Gern werden Fressfeinde der Schnecken „ins Feld geführt“, aber Enten oder Igel wären hier eher arm dran.

Da ohne Zweifel von der Ernte des Gartens zum Glück nicht mein Überleben abhängt, kann ich es als „Lernspiel“ sehen, beobachten und versuchen, das ganze als System zu verstehen und entsprechend zu handeln. Das fängt bei kleinen „Übungen“ an, wie loszulassen, wenn einer „meiner“ Setzlinge, den ich „mühevoll“ hochgepeppelt habe, von Schnecken gefressen oder nur angeknappert wird und dann abstirbt.

Update: Im Moment bewährt sich, einfach in der Nacht nochmal mit Taschenlampe den Garten abzusuchen und die Schnecken einzuklauben, unter Tags verstecken sie sich einfach zu gut.

Foto-Credit: https://flic.kr/p/nDuQTj / CC

Das Hügelbeet zeichnet sich ja an sich dadurch aus, dass es aussieht wie ein Hügel. Deshalb wird das folgende eher als eine Hügelbeetvariante bezeichnet. Wenn man sich den Begebenheiten anpasst, kann es halt sein, dass immer ein bisserl was anderes rauskommt als geplant. Vom Aufbau her entspricht es vermutlich dem Hügelbeet, nur wurde es eben kein Hügel.

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Als Vorbereitung für das Innenleben des Beets wurde in der vorhandenen Fläche eine Grube ausgehoben. Das ist auch schon der Hauptunterschied zum Hügelbeet, das man eher vom ebenen Boden aus aufbaut. Diese Variante hat sich aufgrund der vorhandenen Erde und des Platzmangels beim Umgraben im Garten so ergeben. Der Garten befindet sich in der Nähe eines Flusses. Dort wird gerade am Hochwasserschutz gearbeitet, deswegen gibt es dort jede Menge Holzschnitt und Astwerk.

Als erste Schicht werden dicke Äste und kleinere Holzstämme eingebracht. Das Holz dient zugleich als Wasserspeicher und durch die Verrottung liefert es Energie, also Wärme. Darauf wird dann Astwerk geschichtet. Für die obersten Schichten gibt es verschiedene Varianten. Aufgrund des vorhandenen Materials wurde hier Gartenerde und als Mulch Rasenschnitt vermischt mit etwas Sägespäne.

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Aufgrund des kleinen Gartens gibt es nicht wirklich eine Möglichkeit zu kompostieren. In der Nähe des Ortes gibt es allerdings eine größere Kompostieranlage. Wir bringen dort unsere Küchenabfälle hin und holen dafür Mulchmaterial und Komposterde. So ergibt sich auch eine Art Kreislauf.

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Wir werden sehen wie sich das Beet entwickelt!

In Kössen in Tirol entsteht ein Co-Working Space, die Freude ist groß. Vor ein paar Jahren hat man mich noch mit großen Augen angeschaut, wenn ich von Co-Working außerhalb der Ballungsräume geträumt habe. Es wird langsam!

Vom independent poor children ashram hab ich ja zu Weihnachten schonmal geschrieben. Derzeit werden besonders Spenden gesammelt, um dem Zentrum zu ermöglichen, einen Bus zu kaufen. Mit dem Bus könnten die Kinder im näheren Umkreis Ausflüge zu verschiedensten Sehenswürdigkeiten machen und die Welt um sie besser kennenlernen. Helft mit, den Kindern diesen Wunsch zu erfüllen! Nähere Informationen finden sich auf der Homepage vom poor children ashram.

Wenn ihr mehr über den ashram erfahren wollt, schaut euch das folgende Video an, das gibt einen guten Einblick!